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Behandlungskonzept

Neurofeedback ist nicht gleich Neuro­feed­back. Es gibt unter­schiedliche Ver­fahren und Vorgehens­weisen. Keine davon ist schlecht. Wir finden aber, dass 40 - 80 Sitzungen zu viel sind. Unser eigentliches Ziel ist die Reduzierung und damit die Minimierung der Belastung des Klienten.

Deswegen verwenden wir neueste Verfahren, die auf einem klaren und wissenschaftlichen Konzept beruhen.

Wir zielen genau auf jene Regionen, welche Auffälligkeiten aufweisen. Dieses Konzept basiert unter anderem auf einer präzisen quantitativen Untersuchung der elektrischen Hirnaktivität.

Anfangsuntersuchung

Anamnese mit ausführlichem Symptomfragebogen 

Test der Aufmerksamkeit

Kurz- und Langzeittests zur Ermittlung der Basis­leistungen der Auf­merksamkeits­variablen wie Dauer­auf­merk­samkeit und Impuls­kontrolle. Fast alle Störungen der Hirn­funktion haben spezifische Aus­wirkungen auf die Auf­merksamkeits­leistung und andere kognitiven Funktionen. Daneben führen wir auch andere neuro­psychologische Leistungs­tests durch, je nach Symptomlage und Störungs­bild.

QIK-TEST

Grafik: Beispiel für einen Kurztest der Aufmerksamkeit. Dabei messen wir sowohl die durch­schnittliche Reaktions­zeit als auch die Fehler­rate. Im Beispiel sehen wir überwiegend Auslassungs­fehler, die roten Quadrate signalisieren Verwechslungs­fehler. Das Beispiel ist typisch z.B. für ADS, mit langsamen Reaktions­zeiten und vielen Auslassungs­fehlern. Dieser Test dient auch der Über­prüfung des Behandlungs­erfolgs, da in den meisten Fällen der Therapie, neben anderen Verbesserungen, auch eine Normalisierung dieser Werte einhergeht.

Analyse der Gehirn­wellen: „dem Gehirn bei der Arbeit zusehen“

Frontal Hirn

Grafik: Im Beispiel sehen wir deutlich eine Ver­langsamung in frontalen Hirn­arealen. Auch dies ist typisch für ADS, besonders die enorme Zunahme der Amplitude langsamer Wellen im Frontal­hirn spricht für diese Diagnose.

Die Möglichkeit für fortgeschrittene Neurofeedbacktherapeuten: QEEG

Das QEEG (quantitatives EEG) ist, anders als ein qualitatives EEG beim Neurologen, ein Instrument zur Ermittlung der Aktivierungs­muster des Gehirns. Es dient also nicht in erster Linie der Diagnose von Krank­heiten wie Epilepsie oder Schlaf­störungen. Wir messen vielmehr ab­weichende Daten von bestimmten Frequenzen und Verbindungen bestimmter Hirn­areale zueinander (Kohärenzen). Die daraus gewonnenen Erkennt­nisse dienen der punkt­genauen Analyse der Problematik und ermöglichen so eine äußerst spezifische Anwendung des Neuro­feedbacks.

EEG-Auswertung

Grafik: Teil­auswertung eines quantitativen EEGs. 19 Elektroden messen jedes einzelne Hertz der Hirn­aktivität und dessen Ab­weichungen von einer gesunden Norm­population.

Arten der Behandlung mittels Neuro­feedback

Normwertbasiertes Z-Werte-Training

Wir verlassen uns zumeist auf die Sicherheit, die eine moderne Daten­bank bietet. Das bedeutet maximale Sicherheit und möglichst hohen Behandlungs­erfolg. Das Training der Hirn­wellen orientiert sich immer an einem An­gleichen der Aktivität an eine gesunde Norm. Damit kann kein Parameter über- oder unter­trainiert werden.

Z-Werte

Grafik: Beim Z-Werte basierten Neuro­feedback findet in jeder Sekunde des Trainings ein aktueller Abgleich mit Norm­daten statt. Die farbigen Zahlen zeigen jeweils den Grad der so genannten Standard­abweichung. Ziel ist es, diese Werte auf 0.0 – 0.4 zu verändern. Das Gehirn lernt mittels Feedback, sich auf die gesunde Norm einzustellen.

ILF-ISF-Neurofeedback

Diese Form des Trainings bewährt sich ins­besondere bei starken Regulations­störungen und Verhaltens­auf­fälligkeiten. Die bahn­brechenden Ent­wicklung der ILF (Infra Low Frequency)-Technik hat sich sogar bei Störungen wie Autismus  als besonders erfolgreich erwiesen.

Training der langsamen Potentiale SCPs (Slow Cortical Potentials)

Dieses Verfahren wurde in erster Linie von Wissen­schaftlern um den Leibnitz-Preisträger Nils Birbaumer an der Universität Tübingen entwickelt. Das Ziel, ein Erhöhen kortikalen Erreg­barkeit, führt nach­weislich zu verbesserter Auf­merk­samkeit, der Trainierende ist besser auf eine folgende Auf­gabe vorbereitet und kann diese effizienter lösen (Birbaumer, Rockstroh et al. 1990).

Klassissches Neurofeedback nach J. Lubar und B. Sterman (Beta-Training)

Seit den 70er Jahren des vorigen Jahr­hunderts hat sich dieses Ver­fahren bewährt. Es dient dazu, bestimmte ungünstige Hirn­wellen zu verstärken, während meist sehr tiefe und sehr hohe Amplituden Frequenzen unterdrückt (inhibiert) werden. Auch in vielen wissen­schaftlichen Ver­öffent­lichungen hat dies bei Epilepsien und ADHS gute Wirkungen gezeigt. Wir setzen es jedoch nur noch selten ein, da es meist nicht spezifisch genug ist und oftmals sehr lange Behandlungs­zeiten benötigt.

Hämoenzephalographie (HEG)

SPECT-BilderGrafik: SPECT-Bilder der cerebralen Durch­blutung bei einer 67-jährigen Patientin mit Gedächtnis­verlust, Angst und De­pressionen, vor und nach 23 Be­handlungen mit HEG. Man kann eine deutliche Ver­besserung in den Frontal- und Temporal­lappen sehen (weniger blaue, dafür mehr rote Bereiche).

Was ist HEG - Neurofeedback?

HEG (Hämoencephalographie) ist ein effektives Ver­fahren für eine Vielzahl von Symptomen. Dabei werden keine Hirn­wellen gemessen, der Be­hand­lungs­erfolg geht mit einer erhöhten Durch­blutung des äußerst faser­reichen und hoch­komplex ver­schalteten Frontal­hirns einher.

Es hat deshalb Auswirkungen in den Bereichen:

  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Problemlösung
  • Kontrolle der Emotionen
  • Planen, Denken, Organisieren
  • Lernen aus Fehlern
  • Ausdauer
  • Arbeitsgedächtnis

Positive Behandlungs­ergebnisse sind auch bei Migräne, Stress und Gedächtnis­problemen erzielbar.

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IFEN Institut für EEG-Neurofeedback - Landsberger Straße 367  *  80687 München  *  Tel. +49(0)89 82 03 07 39  *  © 2009-2017 Thomas Feiner