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SCP-Training Slow Cortical Potentails
Die langsamen kortikalen Potenziale sind ein Teil der sog. ereigniskorrelierte Potenziale (EKP):
EKPs sind Potenzialverschiebungen, die in engem Zusammenhang zu einem Ereignis stehen, im Frequenzbereich unterhalb von 1-2 Hz
LP (langsame Potenziale) spiegeln die Aktiviertheit kortikaler Neuronenverbände wider und treten auf bei der Vorbereitung auf ein motorisches oder kognitives Verhalten oder ein Ereignis
Es wird vom Ereignis bzw. vom Verhalten selbst erzeugt oder ist ein angekündigtes externes Ereignis. Man unterscheidet negative und positive Potentiale, ja nach elektrischer Ladung.
negative Potenziale
Eine langsame kortikale Negativierung in einem bestimmten kortikalen Areal verbessert die dort verarbeiteten Leistungen. Es kommt zu einer Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit (Rockstroh et al., 1982) oder zu esseren Leistungen bei sensumotorischen Aufgaben (Rockstroh et al., 1990).
positive Potenziale
Eine kortikale Positivierung geht hingegen mit einer Verschlechterung der Leistung einher.
Befunde bestätigen die Bedeutung der LP als Grundlage der Mobilisierung der Aufmerksamkeit. Es erscheint eine niedrigere Aktiviertheit, bzw. Hemmung des Kortex oder einzelner Kortexareale.
Zusammengefasst kann man sagen:
Positive LP treten beispielsweise beim Übergang vom Wach- in den Schlafzustand auf und gelten daher als Zeichen einer verminderten kortikalen Erregbarkeit, negative LP sind Zeichen höherer Erregbarkeit des zentralen Nervensystems.
Ursachen von Störungen: Ungleichgewicht zwischen Erregung und Ruhe.
In der therapeutischen Anwendung lernt die trainierende Person durch Feedback willentlich eine Verschiebung der eigenen langsamen kortikalen Potentiale und verändert somit die Situation in Richtung einer günstigeren Balance von Anspannung und Hemmung.


